Swr2 Kulturgespräch

  • Autor: Vários
  • Narrador: Vários
  • Editor: Podcast
  • Duración: 12:48:50
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Informações:

Sinopsis

Das "SWR2 Kulturgespräch" befragt werktäglich um 7.45 Uhr Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft zu aktuellen Themen aus allen Bereichen des Kulturlebens. Sendezeiten SWR2 am Morgen: Mo bis Fr, 6.00 bis 8.00 Uhr

Episodios

  • „Er wünscht sich, als Dichter wahrgenommen zu werden.“ – SWR2 Literaturchef Frank Hertweck über Martin Walser

    24/03/2022 Duración: 08min

    „Das Spezielle bei ihm war immer der besondere, eigene Blick eines Schriftstellers, der am Rande von Deutschland lebt“, weiß Frank Hertweck, Literatur-Chef bei SWR2. Im Jahr 1998 hat Martin Walser eine umstrittene Rede in der Frankfurter Paulskirche gehalten und sprach von der "Instrumentalisierung unserer Schande" zu gegenwärtigen Zwecken. „Er hat sich immer geärgert über Intellektuelle wie Günter Grass oder Jürgen Habermas, die mit Auschwitz versucht haben, die Wiedervereinigung zu verhindern“, so Hertweck weiter. Es habe bei ihm zwei nennenswerte Versagen gegeben: zum einen seine Aussagen zum Holocaustdenkmal in Berlin und zum anderen der Umgang mit dem Friedensangebot von Ignatz Bubis. Martin Walser sei in den 60er/70er-Jahren einer der Großintellektuellen gewesen. „Doch die Randlage am Bodensee hat auch dazu geführt, dass er immer nicht ganz dazugehört hat“, glaubt Frank Hertweck. Er hat schon nach den Anschlägen von 2001 mit und über Martin Walser Filme gedreht und kennt den Schriftsteller bereits seit

  • Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine — Ohne Ehrenamtliche nicht zu bewältigen

    22/03/2022 Duración: 07min

    Auch wenn sich die Politik noch selbstbewusst bei Fragen der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus der Ukraine gibt, reißt die Kritik an ihr nicht ab. „Die Ehrenamtlichen füllen gerade eine Lücke im Hilfsangebot, das die Politik noch offenlässt“, sagt Sean McGinley, Leiter der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg. „Ohne die Bereitstellung von verschiedenen Spenden und Wohnraum von den vielen ehrenamtlichen Helfern wäre die gegenwärtige Situation nicht zu bewältigen.“ Mehr als 200.000 Menschen sind bisher aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. McGinley ist davon überzeugt: „Die Hilfe und Unterstützung der Menschen, die in den letzten Wochen zu uns gekommen sind, müssen viel langfristiger sein, als es die Ehrenamtlichen leisten können.“ Das sehe man an den Unterstützungsbedarf von Menschen, die schon 2015 nach Deutschland gekommen sind. „Hier gibt es strukturelle Probleme in der Politik, die über Jahre vor sich her geschoben wurden“, stellt McGinley fest.

  • Kunst-Investitionen und Kultur-Spenden: Wie russisches Oligarchen-Geld in der Schweiz landet

    22/03/2022 Duración: 06min

    „Die Schweizer Behörden fahnden noch nicht wirklich aktiv nach Oligarchen-Vermögen“, sagt unsere ARD Korrespondentin in Genf, Kathrin Hondl, bei SWR2. Dies deckt sich mit der Kritik Wolodymyr Selenskyjs. Der ukrainische Präsident bezeichnete es als „schmerzlich“, dass die russische Elite ihr Geld in der Schweiz in Sicherheit gebracht habe.

  • Weshalb der Ukraine-Krieg keine Verkehrswende bringt

    21/03/2022 Duración: 08min

    Auch die steigenden Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs werden Deutschland nicht die Verkehrswende bescheren. Diese These wagt die Mobilitätsexpertin Katja Diehl im Gespräch mit SWR2. „Der Krieg wird keine neuen Erkenntnisse bringen“, behauptet sie mit Blick auf das Verhalten der Deutschen, auch wenn sie sehr hoffe, dass die Menschen aus den steigenden Preisen für Benzin, Diesel, Heizöl, Gas und Strom etwas lernen. Das Auto ist für Diehl wie ein Virus. Das zeige daran, dass die durchschnittlich acht Verkehrstoten pro Tag in Deutschland akzeptiert werden „als wäre das eine Naturkatastrophe, die man nich tändern kann.“ Finnlands Hauptstadt Helsinki habe es dagegen geschafft, auf null Tote im Straßenverkehr zu kommen. „Da sind Kinder und Senior*Innen halt mehr wert als ein Auto“, sagt Diehl kritisch.

  • Was schuldet eine Generation der nächsten? Der Philosoph Johannes Müller-Salo über wechselseitige Verpflichtungen

    18/03/2022 Duración: 05min

    „Der Generationenkonflikt wird viel zu leise ausgehandelt“, sagt der Philosoph Johannes Müller-Salo bei SWR2. „Gerade im Ukraine-Konflikt sehen wir wieder in ganz unterschiedlichen Bereichen, wie stark die Generationen wechselseitig auf Solidarität angewiesen sind und dass jede Generation ihrer Verpflichtung nachkommen muss“, betont Müller-Salo.

  • "Eine Grenzüberschreitung" - Tomer Gardi gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse mit dem Roman "Eine runde Sache"

    17/03/2022 Duración: 05min

    Das Buch „Eine runde Sache“ vom israelischen Autor Tomer Gardi sei eine Grenzüberschreitung was Genre, Stil und Konzeption angehe, sagt SWR2 Literaturredakteurin Katharina Borchardt. „Er macht Sachen, die sich keiner vor ihm in der deutschen Literatur getraut hat.“

  • Sasha Marianna Salzmann erhält den „Preis der Literaturhäuser“ – Mit dem Herzen in Osteuropa

    17/03/2022 Duración: 07min

    „Atemlos“ – so nennt die Schriftstellerin Sasha Marianna Salzmann ihren aktuellen Zustand angesichts des Ukraine-Kriegs. Im Gespräch mit SWR2 anlässlich der Verleihung des „Preis der Literaturhäuser“ bei der Leipziger Buchmesse sagt die 1985 in Wolgograd geborene Autorin: „Ich habe seit dem 24. Februar nicht mehr geschlafen.“ Sie sei angesichts der Situation in der Ukraine vor allem aber sehr dankbar für die Möglichkeit, etwas tun zu können: „Weil ich sonst vermutlich den Verstand verliere.“ Direkte Bekannte habe sie nicht mehr in den umkämpften Gebieten in der Ukraine – diese hätten flüchten können, doch befinde sich die Mutter einer Freundin zurzeit in der vom russischen Angriff umzingelten Stadt Mariupol. Insgesamt sei ihre Lage, so Salzmann, etwas bizarr: „Ich schaue quasi meinen Freundinnen zu, wie sie den Krieg auf dem Telefon mitverfolgen und mit dem Herzen dort sind.“ Welche Wirkung der Krieg auf die Bevölkerung in Russland habe, ist aus Salzmanns Perspektive noch nicht klar: Viele Menschen dort wüsst

  • Karl-Markus Gauß erhält Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung: „Ich bin nicht nur ratlos, auch enttäuscht“

    16/03/2022 Duración: 07min

    „Eine schwierige Zeit, so einen Preis zu bekommen“, erwidert der Schriftsteller Karl-Markus Gauß im Gespräch mit SWR2 auf den Glückwunsch zum „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022“. Die Europäische Verständigung liege darnieder. „Selbstverständlich waren die Ukraine und Russland Nationen, die sich sehr nahestanden. Aber das ist jetzt vorbei.“ Der Krieg in der Ukraine werde aber auch die gesamte europäische Welt sehr verändern, auch ihn persönlich: „Es ist eine Niederlage vieler Auffassungen, die ich gehabt habe. Eigentlich bin ich selbst nicht nur ratlos, sondern auch enttäuscht.“

  • Was von Nancy Faesers „Aktionsplan Rechtsextremismus“ zu halten ist

    15/03/2022 Duración: 06min

    Am Dienstag, den 15.3.2022, stellt Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) den Aktionsplan Rechtsextremismus vor. Mit dabei sind auch Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA). „Das Auftreten dieser drei Verfassungsorgane ist ein wichtiges Signal“, sagt Anetta Kahane, die Vorsitzende des Vorstands der Amadeu-Antonio-Stiftung bei SWR2: „Rechtsextremismus ist die größte Gefahr für die Demokratie, die wir momentan haben.“ Der Teufel stecke bei der Umsetzung solcher Aktionspläne oftmals im Detail: So müsse man Behörden wie die Polizei systematisch nach rechten Netzwerken durchleuchten und nicht erst reagieren, wenn ein rechtsextremer Chat publik werde. Das sei ein längerer Prozess. „Außerdem müssen Mitarbeiter mit rechter Gesinnung aus Polizei und Justiz systematisch aus dem Dienst entfernt werden“, so Kahane. Warum wird ein Mensch Opfer eine rechtsextremen Straftat? Hilfreich sei auch eine opferzentrierte Straferfassung, di

  • Karl-Heinz Ott und sein neues Buch „Verfluchte Neuzeit“ – Reaktionäres Denken ist weiter gefährlich

    14/03/2022 Duración: 07min

    Als Warnung vor der Rückkehr ultrakonservativen und reaktionären Denkens versteht der Essayist und Schriftsteller Karl-Heinz Ott sein neues Buch „Verfluchte Neuzeit“. Im Gespräch mit SWR2 nennt Ott als Beispiele Leo Strauss, Martin Heidegger, Carl Schmitt und Eric Voegelin, deren Schriften wieder zunehmend gelesen würden. „In China sind seit vielen Jahren zwei Denker aus dem Westen sehr prominent – das ist Leo Strauss und das ist Carl Schmitt", sagt Ott, „die werden dort an den Unis rauf und runter gelesen.“ Bei beiden Philosophen gehe es um die Frage, dass individuelle Interessen und Pluralismus sich dem Staat unterordnen müssen. „Darauf kommt's an – auf die große gemeinsame Ordnung“, erklärt Ott das Interesse autoritärer Staaten wie China an den Überlegungen der Philosophen. Die Kritik reaktionärer Denkschulen beginne mit der Philosophie der Neuzeit, dem 15. Jahrhundert, als Martin Luther und, später, Descartes, die Dogmen der Kirchen infrage stellten. „Bei Descartes heißt es: Unsere Vernunft muss alles prü

  • „Lenin auf Schalke“ – Autor Gregor Sander auf der Suche nach dem Osten im Westen

    11/03/2022 Duración: 06min

    „Ich glaube, wir sollten alle mal Richtung Ruhrgebiet gucken und zwar wirklich alle. Ich finde, dass haben sich die Leute da verdient", bekräftigt der Autor Gregor Sander bei SWR2 im Gespräch. In seinem neusten Buch „Lenin auf Schalke“ nimmt uns der Autor mit nach Gelsenkirchen – dort, wo die Menschen arm dran sind. Die Stadt ist längst kein florierender Industriestandort mehr. Die Luft ist sauberer, die Arbeitslosigkeit aber groß und Schalke 04 abgestiegen. Aber ist Gelsenkirchen deshalb wirklich der Osten im Westen? Sander will es in seinem Buch herausfinden und so nimmt er seine Leser*innen mit auf eine Mission, bei der der Osten endlich mal einen Blick auf den Westen wirft. „Und ja, eine Lenin-Denkmal steht wirklich in Gelsenkirchen-Horst“, lacht der Autor.

  • „Ein wahnsinniger Ort an dem alle verrückt sind!“ – Der Film „Donbass“ von Sergei Loznitsa wirkt heute prophetisch

    10/03/2022 Duración: 13min

    Wer heute den 2018er Film „Donbas“" von Sergei Loznitsa anschaut, der kommt nicht umher, ihn mit den aktuellen Kriegsbildern im Hinterkopf zu sehen. SWR2-Filmexperte Rüdiger Suchsland erkennt in „Donbass“ vieles, was an die heutigen Kriegsschrecken erinnert, sie vorwegnimmt: „Sergei Loznitsa zeigt uns den Donbass als eine Art Vorhölle. Als einen wahnsinnigen Ort, an dem alle verrückt geworden sind, manchmal traumatisiert, manchmal fanatisiert.“ Der Film predige nicht, sondern führe die Absurdität der Situation vor Augen und legt den Fokus auf die Kollateralschäden, die der Konflikt mit sich bringt. Gleichzeitig würdigt Suchsland auch die aktuelle Reaktion des Ukrainers Sergei Loznitsa, der sich dagegen verwehrt, Werke von russischen Filmemachern nun kategorisch aus westlichen Programmen auszuschließen. Das würde auch mutige und regimekritische Filme treffen.

  • Inge Bell von Terre des Femmes über die Gefahr für Frauen auf der Flucht aus der Ukraine

    10/03/2022 Duración: 07min

    "Wenn Frauen und Kinder auf der Flucht sind aus Kriegs- und Krisengebieten, dann sind sie einfach hilflos und schutzlos ausgeliefert, es drohen ihnen Kriegsvergewaltigungen und Menschenhandel", warnt Inge Bell von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes bei SWR2. Frauen und Kinder stehen dicht gedrängt, zu Tausenden und Zehntausenden auf der Flucht. Es eint sie ein Ziel: raus aus dem Krieg in der Ukraine. Sie alle, mehr als zwei Millionen Geflüchtete nach Angaben der Vereinten Nationen, stranden seit zwei Wochen an den Grenzen zur EU. Übermüdet, oft ohne Fremdsprachenkenntnisse, zum Teil traumatisiert. Und dann? Dann übernehmen viele Freiwillige, helfen vor Ort, organisieren Fahrten, private Unterkünfte und vieles mehr. Die Hilfsbereitschaft ist großartig, aber leider lauern dort auch Gefahren auf die erschöpften Frauen und ihre Kinder.

  • Zum Internationalen Frauentag: Es braucht ein selbstbestimmtes Reproduktionsrecht

    08/03/2022 Duración: 08min

    „Reproduktive Rechte“ sind gerade im deutschsprachigen Raum ein ziemlich sperriger Begriff, er versteckt, dass es da um Dinge geht, die total zentral für Menschen sind, die schwanger werden können“, sagt Dinah Riese, eine der drei Autorinnen des Buches „Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte“. So geht es beim Begriff um die Entscheidung, ob man selbst Kinder bekommen möchte oder nicht. Auch die Frage mit wem und in welchem Abstand, stelle sich hier und besonders das Anrecht auf Information und die medizinische Versorgung, bekräftigt die Co-Autorin. Das Buch nimmt aber nicht nur Deutschland in den Fokus, sondern zieht einen internationalen Vergleich. Riese ist davon überzeugt, besonders der Rechtsruck wirke sich negativ auf die Selbstbestimmungsrechte der Frauen aus, wie man zum Beispiel an verschärften Schwangerschaftsabbruchgesetzen sehe. Auch in Deutschland bestehe das Recht auf Abtreibung noch nicht mal auf dem Papier, erklärt die Co-Autorin, denn laut Paragraf 218 gelten Schwangerschaftsbrüche immer noch

  • Equal Pay Day: Wie sieht es mit einer gendergerechten Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt aus?

    07/03/2022 Duración: 05min

    Frauen verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger Lohn pro Stunde als ihre männlichen Kollegen. Bei gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung sind es immerhin noch sechs Prozent. „Große Unternehmen haben aber erkannt, dass es ihnen auch Vorteile bringt, wenn sie Frauen gut beschäftigen“, sagt die Bereichsleiterin für Arbeitsrecht und Arbeit von Bitkom, ein wirtschaftlicher Interessenverband der Informations- und Telekommunikationsbrache. Gerade weil es im digitalen Bereich einen besonders großen Fachmangel gebe, könne man auf weibliche Talente nicht verzichten, meint die Expertin. Zudem ergänzt Holdampf-Wendel, sorge die Digitalisierung, die durch die Pandemie weiter vorangeschritten ist, für mehr Flexibiltät, was sich auch positiv auf eine faire Bezahlung auswirken könnte.

  • Ukraine-Krieg produziert neue Heldenbilder – Selenskyj als David und Putin als Goliath

    04/03/2022 Duración: 09min

    Der Ukraine-Krieg stellt infrage, ob wir wirklich in einem „postheroischen Zeitalter“ leben. Der Freiburger Soziologe Professor Ulrich Bröckling stellt im Gespräch mit SWR2 dar, dass die Produktion von Helden „ganz entscheidend“ für den Widerstand der Ukraine sei. Man dürfe aber nicht vergessen, dass Heldentum mit Tod und Sterben verbunden ist.

  • Claus Peymann über das Theater: Predigt für eine bessere Welt gescheitert

    02/03/2022 Duración: 07min

    Er habe es nicht für möglich gehalten, sagte der Regisseur Claus Peymann in SWR2, dass in der Ukraine tatsächlich die Menschen bluten, die Kinderheime in die Luft gesprengt werden. Dass es tatsächlich mehr werde als Drohung und Erpressung. Nach dem Weltkrieg, den er als 1937 Geborener „gerade noch am Zipfel“ erwischt habe. „Ich habe ein geheimes Verständnis für Putin gehabt“, gab Peymann zu. Auch finde er es schlimm, dass Dirigenten, die mit Putin befreundet sind, nicht mehr dirigieren dürften. „Das finde ich genauso schlimm, wie Putin selber.“ Grundsätzlich sei er desillusioniert, was die Möglichkeiten des Theaters angehe. „Ich war immer ein Regisseur von links, habe immer meine Theater in eine regimekritische Position geführt.“ Aber er glaube, „dass wir mit dem Predigen für eine bessere Welt gestrandet sind.“ Die Welt sei nur schlimmer geworden. „Das linke System, der Kommunismus, der Sozialismus, sind so tot, wie es die katholische Kirche schon seit Jahrhunderten ist.“

  • Olaf Zimmermann, Deutscher Kulturrat: „Kulturaustausch jetzt nicht abbrechen lassen!“

    01/03/2022 Duración: 07min

    Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats Olaf Zimmermann sieht den Kulturbetrieb während des Krieges in der Ukraine in besonderem Maß gefordert: „Man darf den Kulturaustausch nicht abbrechen lassen jetzt in dieser Krise“, sagte Zimmermann in SWR2. Vielmehr müsse sich der Kulturbetrieb der Verantwortung stellen: „Das heißt, so viel internationale Kunst zu zeigen wie irgend möglich - aus der Ukraine, aus Russland, aus allen Ländern dieser Welt.“ Es gebe seit vielen Jahren einen kulturellen Austausch; Künstlerinnen und Künstler aus Ländern wie Russland und der Ukraine seien nach Deutschland gekommen und zeigten immer wieder hier ihre Kunst. Weiterhin gebe es viele Kontakte über die Goethe-Institute und andere Austauschwerke in den Osten, denn für viele sei Osteuropa in der Kunstwelt noch der „unbekannte Osten“, der deswegen künstlerisch und kulturell interessant sei. „Es wird jetzt darauf ankommen, ob wir das alles aufrecht erhalten können, trotz der harten Stimmung“, so Zimmermann. Natürlich sei der Austaus

  • Faktenchecking im Russland-Konflikt: Wie erkenne ich Fake News?

    28/02/2022 Duración: 05min

    „Sehr emotionale Inhalte sind oft Botschaften, die sich die Desinformation zu eigen machen“, sagt Joscha Weber, Leiter des Faktenchecks bei der Deutschen Welle in SWR2l. Nicht nur hier sollte man stets kritisch bleiben und im Zweifel nochmal Absender und dessen Vertrauenswürdigkeit überprüfen, meint Weber. Grundsätzlich gebe es im Netz viele Trolle, wenn jedoch ein Absender auf verschiedenen Plattformen unter seinem Namen gefunden werden kann, erhöhe diese die Wahrscheinlichkeit, dass es sich zumindest um einen echten Menschen handelt. Ein mächtiges Werkzeug für Inhalte sei zum Beispiel die Rückwärtssuche mithilfe von Suchmaschinen, indem man das Bild kopiert und dort sucht. Oftmals, werden so Fake News schnell aufgedeckt. „Es gibt keine Quelle, die man auf jeden Fall meiden sollte”, sagt Weber weiter. Jedoch seien in Telegram-Gruppen zum Beispiel viele ungeprüfte Aussagen im Umlauf und die Plattform würde hier nicht eingreifen und löschen.

  • „Papas Kino ist tot!“: 60 Jahre Oberhausener Manifest

    28/02/2022 Duración: 05min

    „Das Oberhausener Manifest hatte damals die Systemfrage gestellt,” sagte Lars Henrik Gass, Leiter der Kurzfilmtage Oberhausen, „es wurde ein neues Ausbildungssystem reklamiert, eine neue Form der Filmförderung und dass man den Film endlich als Kunstform anerkennen möge.” Diese Kritik am herkömmlichen Kino war ein Aufbruch in eine neue Zeit. Ohne das öffentlich-rechtliche Fernsehen wäre der neue deutsche Film Ende der 60er-Jahre damals nicht möglich gewesen, jedoch sei diese Förderung heute nicht mehr zeitgemäß. „Der Segen von damals ist heute für die Entwicklung der Branche ein Fluch”, sagt Gass weiter. Die Zielsetzung müsse auf die Qualität setzen und nicht auf die Markttauglichkeit im eigenen Land. Zudem müsse man das Filmfördersystem ändern. „Fernsehen sollte heute in einen Fonds einzahlen, mit dessen Hilfe die Regenerierung des neuen deutschen Films gefördert wird und keinen Einfluss auf die Vergabe der Mittel hat”, fordert er im SWR2- Interview.

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